Steinbrinkstollen

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Am Nesselberge, 31863 Coppenbrügge

Bergwerk

Entwicklung des Bergbau am Nesselberg

Im Jahre 1746 entdeckte man Kohle  am  Ruhbrink, einer kleinen Erhebung zwischen Coppenbrügge und Brünninghausen.  1750 ließ die Landesherrschaft  ein  Versuchsbergwerk  im " Düsteren Ort "  im Nesselberg  - vermutlich oberhalb  des Burckhardtsplatzes im Hellsiek - anlegen . Der eigentliche Bergbau begann  um 1793 unter der Leitung des damaligen Amtsmanns Schepp. Von 1810 bis 1836 war das Bergwerk am Nesselberg an Privatunternehmer verpachtet, bis es 1837 unter die Administration des Osterwalder Bergwerks fiel und vom Königreich Hannover  betrieben wurde.

Nach der Annexion des Königreichs Hannover durch Preußen gingen die Steinkohlenbergwerke am Nesselberg und am Osterwald in den Besitz des preußischen Staates über, der in Osterwald eine Berginspektion einrichtete.

Der  Stollen war bis zur vorübergehenden Stilllegung des Osterwalder und Nesselberger Bergbaureviers im Jahre 1899 in Betrieb.

In den Jahren 1918 bis 1920 fuhren die Bergleute den Steinbrinckstollen auf. Führte zunächst die Ruhrbesetzung zu einer verstärkten Nachfrage nach heimischer Kohle, brach der Absatz im Anschluss daran ein, der Hauptabnehmer - eine mechanische Weberei in Hannover- Linden - fiel weg.  Insbesonders die zunehmende schlechtere Qualität der Wealdenkohle sowie ein massiver Wassereinbruch im Stollen führten schließlich zur Aufgabe des Bergbaubetriebes  am Nesselberg. Daher wurde die Arbeit im Steinbrinckstollen am 1. April 1924 eingestellt und der Bergbau am Osterwald endete am 10. Juli 1926.

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Am Nesselberge, 31863 Coppenbrügge
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